Von der Schildkröte zum Drachen und Teufel

Von der Karibikküste (Tortuguero, dt. Schildkröten), reisten wir wieder über den San José an die Pazifikküste. Gesteuert durch das Angebot an Unterkünften, landeten wir in Uvita.

Wir genossen zwei Tage in diesem kleinen Nest. Einmal ging es im Fluss aufwärts über Steine und durch kleine natürliche Pools welche eine angenehme Abkühlung lieferten, bis zu einem schönen Wasserfall (grösser als das Bild in der Foto-Gallerie, wir mussten das iPhone beim letzten Becken deponieren und schwimmen). Am anderen Tag genossen wir die Sonne an einem riesigen Strand, bis wir uns von den roten Krebsen rund um uns herum kaum mehr unterschieden. Inzwischen haben die zwei europäischen Bleichgesichter aber eine angenehme Bräune erreicht :-).

Dank einem netten deutschen Paar wurde die Weiterreise nach Sierpe um Stunden verkürzt (Mietauto statt ÖV). Dort ging es wieder per Boot durch einen Fluss mit Krokodilen von bis zu fünf Metern und über das Meer, in das wunderschöne Dörfchen Agujitas in der Bahia Drake (dt. Drachenbucht). Denise hat uns dort eine traditionelle Unterkunft beim Bootsfahrer Chancha organisiert – vielen Dank!

Natürlich waren wir wegen dem Nationalpark Corcovado hierher gereist, welcher eine riesige Biodiversität enthält. Gem. National Geographic weltweit am meisten. Unsere Erwartungen waren entsprechend hoch. Die Tico’s (Costa-Ricaner) wissen inzwischen auch den Wert ihrer Schätze zu nutzen. So war eine Übernachtung im Nationalpark für uns Weltreisende kaum erschwinglich (USD 275/Person). Auf dem Tagesausflug sahen wir Tapir, Coatis (Nasenbär), Agutis, Vögel (von Tukan über Falken, braune Pelikanen bis zum Fasan), verschiedene Affenarten und ein seltenes Reh. Wir verkosteten auch proteinhaltige Termiten. Trotzdem blieb bei uns der Wow-Effekt aus. Vielleicht lag es auch daran, dass wir uns zusammen mit vielen anderen Gruppen nur wenige Kilometer um die Ranger-Station Sirena bewegten oder aber einfach an der Zusammensetzung unserer Gruppe.

Besser gefiel uns am nächsten Tag die Wanderung an den Strand Playa San Josescita. Anders als bei den Ausflügen in den Nationalpark, kann man dies ohne Guide machen. Wir bewunderten einen schön bunten Papagei und amüsierten uns an unzähligen Kapuziner-Äffchen beim Klettern, Essen, Faulenzen, der Körperpflege oder als sie von einem wilden Hund gejagt wurden. Ein ganz schlaues Äffchen klaute sogar den Abfall aus unserem Rucksack während wir am Schnorcheln waren. Erschöpft von der sechsstündigen Wanderung, konnten wir uns in der Hängematte unserer Unterkunft wieder erholen.

Am letzten Tag in der Drake-Bay machten wir zwei Tauchgänge um die Isla del Caño. Vor allem der Tauchgang in der Bajo Del Diablo (dt. unter dem Teufel) war ein Höhepunkt in unserer noch jungen Tauchkarriere. Wir sahen im klaren Wasser steile Riffs mit Korallen, Riffhaien, Barracudas, Rochen und vielen anderen farbigen Fischen. Wir freuen uns schon auf die nächsten Tauchspots.

Gut gewappnet für die Einreise nach Panama machten wir uns auf den Weg (diversen Blogs, Reiseführern und offiziellen Angaben nach, muss man Bankauszug, Passkopie, Rückreisebillet in das Ursprungsland etc. vorweisen). Bei uns war die Ausreise aus Costa Rica allerdings einiges aufwändiger als die Einreise nach Panama. Nichts von dem, was wir organisiert hatten mussten wir vorweisen. Nun sind wir in David, der zweitgrössten Stadt von Panama. Hier machen wir unseren ersten Waschtag, planen die Weiterreise und recherchieren nach einigen Tagen Internet-Abstinent wiedermal im Internet.

10 Comments

  • Santina 22. Januar 2017 at 12:19

    Soooo cool! Vielen Dank für den tollen Bericht und die schönen Bilder – viel Spass weiterhin!!!

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    • Maurer Jürg 22. Januar 2017 at 13:57

      Meine Lieben, das tönt spannend und cool. Wir wünschen euch weiterhin viel Spass, Jürg und Hedwig

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  • Doris 23. Januar 2017 at 14:51

    Ganze tolle Bilder. Es freut uns, dass es Euch gut geht. Weiterhin viele spannende Momente und viele schöne Erlebnisse

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  • Märtu 23. Januar 2017 at 19:42

    Pura Vida!
    Hatte das seltene Reh zufällig zwei Beine und war ziemlich gross?
    Greetings y hasta la sooon

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    • André Maurer 23. Januar 2017 at 19:52

      Nein das zweibeinige hat das vierbeinige entdeckt! So ist das halt unter Artgenossen… 😉

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  • Gaby 24. Januar 2017 at 7:45

    Euchi Bricht und Fotos bringe eim grad d Sunne is Härz 🙂 Dicke Kuss, Gaby

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  • Claire 24. Januar 2017 at 9:49

    Unsere Lieben
    Wunderbare, farbenprächtige Bilder und unglaubliche spannende Erlebnisse! Wäre ich 40 Jahre jünger, ich würde mir Gedanken über eine längere Auszeit machen.
    Weiterhin toi, toi, toi – …

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  • Nathalie Boss 24. Januar 2017 at 17:47

    Wow, es gseht so super us! Schön gahts eu guet!! Sind scho chli niidisch uf d Sunne und d Wärmi. Bi eus unter de Näbeldecki isches sauchalt!!! 🙂 Gnüsseds wiiterhin und mir freued eus über eui tolle Bricht und Bilder!
    Nathi, Dani & Lean

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  • Bruno Kocher 25. Januar 2017 at 11:34

    Die Berichte sind so gut geschrieben. Geniesst eure Weltreise. In Gedanken reise ich mit

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  • Melanie Maurer 26. Januar 2017 at 3:41

    Danke für alle eure Kommentare und guten Wünsche. Es freut uns, dass euch die Berichte gefallen.

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