Volcan Baru – der höchste Berg Panamas

Es gibt Dinge im Leben, die sind wunderschön, aber man möchte sie nicht nochmal machen. Dazu gehört auch die Besteigung des nicht mehr aktiven Vulkan Baru, dem höchsten Berg Panamas (3’477 m ü. M.). Aber erstmal der Reihe nach… Wir sind ins Hochland Panamas, nach Boquete gereist. Boquete ist ein Dorf auf 1’200 m ü. M.. Das Klima ist hier kühler als am Meer und es ist ein beliebter Ort für Amerikaner, die hier günstig und angenehm ihre Pension verbringen. Hier wird auch Kaffee angepflanzt und der Ort ist bekannt für seine Blumen. Es gibt sogar ein Blumenfestival, das wir aber knapp verpasst haben. Wir haben in einem schönen Airbnb bei Amy und Pam gewohnt. Da haben wir Wolfgang und Barbara kennen gelernt, zwei Österreicher auf Weltreise. Zusammen haben wir einen schönen Abend mit Pam’s selbstgekochtem Peruanischen „la causa“ verbracht (Kartoffelstock mit Huhn) und Karten gespielt.

Am Freitag haben wir das ganze Dorf abgeklappert auf der Suche nach einem Zelt und Schlafsäcken zum Mieten, da wir den Baru besteigen wollten. Die meisten Touris laufen um Mitternacht los um bei Sonnenaufgang oben zu sein und gehen dann gleich wieder runter. Wir hatten keine Lust auf all die Höhenmeter im Dunkeln und wollten deshalb oben zelten. Wir sind dann auch fündig geworden und so ging’s am Samstag Morgen los mit Zelt, Matten, Schlafsäcken, Essen und 10l Getränken. André hatte 22kg im Rucksack, ich 12kg. Wir hatten genügend Zeit für die 1600hm und kamen dem Ziel langsam Schritt für Schritt näher. Der Wanderweg ist nichts besonderes. Da kann man auch mit dem 4×4 hoch fahren (für Weicheier). Aber es ging zum Teil recht steil hoch. Hier ist alles bis weit oben mit Bäumen und Büschen bewachsen. So konnten wir im Schatten laufen, was natürlich angenehm war. Um 16:00h waren wir beim Zeltplatz, der etwa 1km unterhalb vom Gipfel windgeschützt liegt. Dort haben wir unser Nachtlager aufgebaut, uns ausgeruht und sind dann noch zum höchsten Punkt hoch gelaufen bzw. das letzte Stück geklettert. Die Aussicht war bombastisch. Zwar waren die beiden Meere (Pazifik und Atlantik) von Wolken bedeckt, aber das Gefühl ganz zuoberst zu stehen und auf alles herunter zu schauen war einmalig. Zurück im Zelt machten wir uns auf eine kalte Nacht gefasst. Dank dem Tipp von Märtu und Claudi hatten wir warme Kleider dabei und mussten nicht frieren. Um 5:00h sind wir aufgestanden und nochmal zum Gipfel gelaufen. Der Sonnenaufgang war wunderschön. Auf der einen Seite sah man auf den Pazifik, auf der anderen auf den Atlantik (Baru ist einer der wenigen Orte, von dem aus man beide Meere sehen kann). Der Berg warf einen riesigen Schatten über’s Tal. Wir genossen die Aussicht und haben oben gefrühstückt. Danach kam der lange Abstieg, der gleiche Weg runter, den wir am Tag zuvor aufgestiegen sind. Es ging ganz gut aber die letzten drei Kilometer waren anstrengend. Irgendwie wollte und wollte das Ende nicht kommen und vor allem meine Beine waren müde und der Kopf hatte keine Lust mehr. Zurück im Dorf gab’s ein wohlverdientes Bier und einen feinen Burger. Wir können diese Wanderung sehr empfehlen. Die Aussicht bei dem tollen Wetter ist atemberaubend und die Strapazen wirklich wert!

 

8 Comments

  • Doris 1. Februar 2017 at 8:36

    Tolles Panorama, da lohnt es sich schon den Weg unter die Füsse zu nehmen. Sehr schöne Fotos.

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    • Melanie Maurer 1. Februar 2017 at 16:27

      Es war wirklich sehr schön!

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  • Marcel 1. Februar 2017 at 8:38

    Sooo schön. ich glaube ich werde e Fleuge und chume eso mit Euch.

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    • Melanie Maurer 1. Februar 2017 at 16:26

      Aber ned sonen müehsami wo eim Znacht omd Ohre saust

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  • Cousin :-) 6. Februar 2017 at 12:37

    Cool, tolle Bilder! Weiterhin viel Spass

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    • Melanie Maurer 6. Februar 2017 at 13:18

      Merci! Euch dann auch in NZ!

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  • Wolfgang 1. März 2017 at 14:53

    Freut uns, dass ihr den Aufstieg gut geschafft habt. Die Bilder sind wirklich beeindruckend.

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    • Melanie Maurer 3. März 2017 at 14:30

      Danke. Es hat sich wirklich gelohnt!

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