Von Stadt und Strand

In Santa Catalina wohnten wir im Hostal Boarders Heaven, einer gemütlichen Unterkunft mit drei Zimmern und Gemeinschaftsküche. Wir teilten uns das Häuschen mit einem italienischen Surfer aus Costa Rica und einem Kanadier, der hier Kanus vermietet. Der Name unseres Hostal wird dem ganzen Ort gerecht – ein echtes Surf-Paradies. Es ist ein kleines verschlafenes Dorf am Meer, wo die Strasse, welche zuvor über kilometerweites Nichts führt, endet. Es bietet mehrere Unterkünfte, Restaurant, verschiedene Strände und tolle Wellen für unterschiedliche Levels der Surfer. Auch ich versuchte meine Surf-Künste wieder einmal… mit mässigem Erfolg. So beschränkten wir unseren Alltag eher auf das gemütliche Nichtstun, Baden, Würfel- und Kartenspiele, den Surfern zuschauen und einem Kajakausflug auf die nahe gelegene Isla de Santa Catalina mit weissem Sandstrand und Palmen. Bis zu dem Zeitpunkt wo ich einfach nicht mehr verstehen konnte, wie man in einem Dorf direkt am Meer mit zwei kleinen Läden einfach keinen Fisch kaufen kann, abgesehen von eingelegten Dosen-Sardinen in mehrfacher Ausführung. Und dies jetzt, wo wir  eine eigene Küche zur Verfügung hätten. So erkundigten wir uns, wie wir doch zu frischem Fisch kommen könnten. Die einzige Möglichkeit schien es im Nachbardorf zu geben. Dort gibt es eine Fisch-Kooperation. Also schnürte ich meine Joggingschuhe und machte mich auf den Weg. Ich unterschätzte, die Hitze, die hügelige Landschaft im Landesinnern, die 7 km Entfernung bis zum Nachbardorf und den Fakt, dass der kleinste Fisch, den ich erhielt, mehrere Kilos wiegte. So war ich froh, nahmen mich auf dem Rückweg andere Touris per Autostopp mit.

Nach den gemütlichen Tagen in Santa Catalina ging es zur Abwechslung in eine Stadt. Mehr wegen der gebuchten Weiterreise per Segelboot nach Kolumbien, haben wir hier sechs Nächte in einem AirBnB gebucht. Im Voraus waren wir skeptisch ob das nicht zu lange sei. Heute wissen wir es besser … es war optimal. Von Bildern her wussten wir, dass Panama City eine Grossstadt ist, doch wir wurden sehr positiv überrascht. Es ist eine pulsierende Stadt, die alles bietet, was das Herz begehrt.

Die Altstadt hat neben den schönen historischen Gebäuden auch ein tolles Ausgangsquartier mit Restaurants und tollen Bars, sei es versteckt hinter den Fassaden eines Kolonialzeit-Gebäudes oder als Rooftop mit genialer Aussicht auf die Skyline. Am Samstag verweilten wir uns bis in die frühen Morgenstunden dort.

Bei den vielen Wolkenkratzern, gibt es so viele spektakuläre Sichten und Foto-Sujets, dass die Auswahl hier schwierig war (vom Meer aus oder zum Meer hinaus, bei Tag oder bei Nacht, von unten oder doch besser von der Bar auf dem Dach des Hard-Rock-Hotels?). Direkt vor der Skyline führt eine schöne Promenade dem Meer entlang. Am Abend wird hier flaniert oder Sport getrieben. Am Ende der Promenade gibt es einen Fischmarkt mit Restaurants wo wir Ceviche und gegrillten Fisch assen.

Toll war auch, dass wir den spannenden Super-Bowl in einem Pub mit lauter Einheimischen schauen konnten.

Ein Besuch des Panama-Kanales ist ein MUSS. Wir besuchten die Schleuse Miraflores, wo es auch ein Museum hat, welches Interessantes über die Geschichte und den Bau des Wunderwerkes bietet.

Auch die weiteren Vorzüge der Grossstadt nutzten wir. So konnten wir unsere Sachen waschen, bei gutem Internet unsere Fotos erstmals auf das NAS zu Hause uploaden oder Skypen und natürlich auch ein wenig Shoppen. Die Lebensmittelläden bieten eine grosse Auswahl, im Wein-Shop deckten wir uns für den Segeltörn ein und in den schönen Shopping-Malls (Multiplaza hat uns am Besten gefallen) kann von lokalen bis internationalen Läden alles gefunden werden. Mit der Metro und dem grossen Angebot an günstigen Uber-Fahrten kommt man schnell an jedes Ende der Stadt.

 

15 Comments

  • Sandra 9. Februar 2017 at 23:03

    Wow so cool – tönt ächt genial! Und hammer Fotene! Melanie du gsehsch eifach strahlend us uf dim Selfie 😉 – wunderschön!

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    • Melanie Maurer 10. Februar 2017 at 4:07

      muchas gracias! 🙂

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  • Igor 10. Februar 2017 at 7:29

    Gracias para las historias tan lindas! saludos, de Suiza!

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  • mauro 10. Februar 2017 at 7:45

    hola andré
    wenn ich euren blog lese und vor allem die fotos anschaue packt mich das reisefieber, bin ganz schön neidisch!!!! ;o)
    kleiner tipp, falls ihr in buenos aires landet (was ich euch unbedingt rate, hammer stadt), dann empfehle ich euch das chillhouse. ein super guest house. ich kenne die beiden besitzer antoine und esteban sehr gut und sie können euch insider tipps für die stadt geben. restaurants, bars, sightseeing, kultur, party … was das herz begehrt.
    hier der link: http://www.chillhouse.com.ar/
    liebe grüsse aus stettbach!
    mauro

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  • Doris 10. Februar 2017 at 7:48

    Lieben Dank für den tollen Bericht. Wir wünschen Euch eine gute, übelfreie Zeit auf dem Boot und eine spannende Zeit in Südamerika..

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  • Santina 10. Februar 2017 at 8:36

    Woooow, danke für de Reisebricht – d’Föteli sind genial schön!!!

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    • Melanie Maurer 10. Februar 2017 at 10:47

      Danke liebi Santina. Bes inere Woche wemer Skyped 🙂

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  • Hagenbuch René 11. Februar 2017 at 12:32

    Hallo Melanie und André,
    super Fotos und Reiseberichte, den Fotos nach zu urteilen könnt Ihr
    Eure Reise in vollen Zügen geniessen.
    Geniesst es weiter, wir sind gespannt wie es weiter geht.
    Lieber Gruss René und Regina

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    • Melanie Maurer 16. Februar 2017 at 4:31

      Danke für die Komplimente! Wir geniessen es wirklich!

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  • Sandra Bezbradica 11. Februar 2017 at 16:35

    Very busy days so far, now I found time to read carefully and I found your blog very inspiring! It is extraordinary escape from daily routine, and so brain relaxing :). I wish you both all the best!

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    • Melanie Maurer 16. Februar 2017 at 4:33

      Busy? But it’s not closing 😉 We will regularly provide escape for you 😉

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  • Noëlle 13. Februar 2017 at 13:18

    I be au hin ond weg vo öichne Reisebrichte ond de tolle Föteli. D Elena hät riesig Fröid gha a de Postkarte. Danke Tuusig!

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    • Melanie Maurer 16. Februar 2017 at 4:33

      Bitte gern gscheh!

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  • Bruno 14. Februar 2017 at 17:50

    Die Reisebrichtli sind so guet gschrebe, ich be fast bi eui. Super 😉

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    • Melanie Maurer 16. Februar 2017 at 4:29

      Aber nor fasch, sosch git niemer Spinning am Di 😉

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