Big City Life

Mit sechs Tagen Hongkong, drei Tagen Macao und zwei Tagen Bangkok haben wir die letzten zwei Wochen in Grossstädten verbracht. Wir wurden im Vorfeld gefragt, was wir denn so lange in Hongkong machen wollen. Aber uns wurde überhaupt nicht langweilig. Einerseits bietet Hongkong schon kulinarisch so viel, dass die sechs Tage nicht mal ausreichten um all die spannenden Spezialitäten (siehe Foodbericht) und coolen Restaurants (siehe Tripadvisor-Reviews) auszuprobieren, dann hatten wir nach einem Jahr Reisen auch einige Ersatzinvestitionen zu machen und sowieso gefällt uns das vibrierende Grossstadtleben sehr gut.

In Hongkong trafen wir nach einem ungemütlichen Nachtflug zuerst einmal kaltes, regnerisches Wetter an. Kein Empfang, wie man ihn sich wünscht. Aber schon ab dem zweiten Tag hatten wir nur noch schönes Wetter und auch alles andere in Hongkong begeisterte uns. Hongkong ist eine moderne, saubere, asiatische Megametropole. Gerade dieses zusammentreffen von chinesisch-asiatischer Kultur und dem doch spürbaren westlichen Einfluss macht die Stadt so spannend. Die Skyline faszinierte uns immer wieder von neuem, egal aus welcher Perspektive wir sie gesehen haben: von der Fähre die uns von Tsim Sha Tsui, wo wir wohnten, nach Hongkong brachte, während der Fahrt im doppelstöckigen Tram, von dem Ufer wie z.B. dem „Instagram Pier“, vom 118. Stock der Rooftop-Bar OZONE, vom Aussichtshügel „Peak“ oder einfach wenn wir zwischen den Wolkenkratzern durchgeschlendert sind. Die verschiedenen Märkte wie Ladies Market, Temple Street Night Market oder Goldfish Market brachte uns immer wieder ins Staunen, Wundern und Kopfschütteln. Zum Beispiel wenn man tausende Goldfische in kleinen Plastiktüten verpackt sieht, getrocknete Seepferdchen als Medizin verkauft werden oder man um die vielen gefälschten Waren feilschen kann.

Bei meinem Rucksack ist der Hüftgurt gebrochen. Da dieses Ersatzteil nicht mehr lieferbar war, erhielt ich von Gregory nach über 10 Jahren einen komplett neuen – das nenne ich mal Kundenservice. Auch unsere Trekkingschuhe waren inzwischen so abgelaufen und hatten Löcher, dass wir neue brauchten. Ich hatte keine Zweifel, dass man solch etwas in Hongkong findet. Erstaunter war ich, dass wir sie gleich in Hongkong einlaufen konnten und das nicht nur in den Strassen. Die Stadt hat sehr viele Grünflächen. Nach wenigen Minuten Metrofahrt konnten wir mit der Seilbahn zur grossen Buddha-Statue Tian Tan fahren und von dort eine richtige Wanderung auf den Lantau Peak machen, von wo man eine tolle Aussicht auf Flughafen, die neue Strassentunnel-Verbindung nach Macao, vorgelagerte Inseln, Hügel und die Stadt hat.

Bei einem der legendären Mittwochabend-Pferderennen versuchten wir unser Reisebudget mit Wetten aufzubessern – leider ohne Erfolg. Aber wir hatten in Macao ja noch weitere Möglichkeiten.

 

Mit einer einstündigen Bootsfahrt gelangten wir nach Macao, dem Las Vegas von Asien. Hier beweisen die Chinesen, dass sie wirklich alles kopieren können, wer sonst kopiert schon eine ganze Stadt. Es gibt die gleichen Hotels wie in Vegas und alles dreht sich ums Zocken. Da kennen die vorwiegend asiatischen Touristen jedoch kaum Grenzen. Wir haben nie mehr als die Mindest-Einsätze auf den kleinsten Tischen spielen können. Leider hatten wir nicht so viel Glück, dass wir noch Jahre weiterreisen können, wir haben den Schaden aber auch in Grenzen gehalten und müssen nicht schon jetzt die Rückreise antreten. Neben dem Spielen, Casinos und Hotels bewundern, hat Macao auch eine Altstadt, in der man den portugiesischen Hintergrund noch erkennt. Bei der Hotelwahl haben wir es ausgenutzt, dass wir unter der Woche dort waren und haben uns im Sheraton einquartiert. Glück hatten wir, dass wir noch in eine Suite „upgraded“ wurden.

In Hongkong und Macao leben offensichtlich die reicheren Chinesen und Ausländer. Noch selten habe ich eine solche dichte an neusten iPhones, Teslas (und anderen Luxuskarossen) und so viele Schuck- und Uhrengeschäfte gesehen.

 

Von Macao flogen wir nach Bangkok. Da wir Bangkok schon vor acht Jahren besucht haben, liessen wir die Sehenswürdigkeiten aus und genossen das warme Wetter, Rooftop-Bars und stimmten uns auf das thailändische Essen ein.

 

 

 

 

1 Comment

  • Robin 25. Januar 2018 at 11:47

    🙂

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