Same same, but different

Similan Islands und Richelieu Rock mag den meisten unbekannt sein. Es handelt sich um eine unbewohnte Inselgruppe im Andamanenmeer an der Westküste von Südthailand. Richelieu Rock ist sogar nur wenige Kilometer von der burmesischen Meeresgrenze entfernt. Unter Tauchern gilt es als eines der top Gebiete weltweit. Eine Insel ist schöner als die andere. Mit Wäldern bewachsen, weissen Sandstränden und glasklarem, blaugrünem Wasser. Wir haben ein Liveaboard ab Khao Lak gebucht und waren also gespannt. Zuerst mussten wir aber in einer tägigen Reise mit Schiff und Bus von Thailands Ostküste (Ko Samui) nach Khao Lak an der Westküste gelangen. Das Tauchboot umfasste ca. 35 Gäste und acht Guides aus aller Welt. Wir waren eine super Gruppe und hatten viel Spass. Der Tagesablauf ist rasch erzählt „Dive, Eat, Sleep, Repeat“ (Tauchen, Essen, Schlafen, Wiederholen). Das ganze vier Mal pro Tag und vier Tage lang. Wir haben nebenbei noch unsere Nitrox-Ausbildung gemacht.

Um es vorwegzunehmen die ganz grossen Wünsche, Manta Rays oder Walhaie zu sehen, blieben aus. Trotzdem hatten wir 14 wunderschöne Tauchgänge mit vielen bunten Fischen, schönen Unterwasser-Felsformationen und Korallen, auch wenn letzteres nicht mehr so intakt ist und wohl durch „el Nino“ eine starke Korallenbleiche erlitten hat. Wir freuten uns riesig, als wir unser langersehntes erstes Seepferdchen gesehen haben. Auch die vielen Nemos (Clownfische), Barracudas, Muränen, Sting- und Eagle-Rays, Butterfy-, Surgeon-, Box-, Trumpet-, Trigger- und andere Fische so wie Wasserschlangen, Lobster und Tintenfische haben wir angetroffen.

 

Nun sind wir schon so lange in Thailand, dass wir sogar das Visum verlängern mussten. Dies erledigten wir in Phuket. Phuket wiederum ist wohl den meisten ein Begriff und das merkt man. Es hat unzählige Touristen und ist auch auf diese ausgerichtet. Luxus-Resorts, Restaurants, Bars und schöne Strände mit weissem Sand und glasklarem, blaugrünem Wasser – alles was sich anscheinend so viele im Urlaub wünschen. Nur uns wurde das dann doch fast zu viel. Nach der ganzen Ruhe auf dem Meer waren die vielen rasenden Scooter auf den Strassen und die Menschenmengen anstrengedn. Wir waren froh, dass wir in Phuket-Town wohnten, einer ruhigeren Altstadt mit schönen Kolonialgebäuden.

 

Von Phuket ging es nach Ko Phi Phi. Vor 30 Jahren war das bestimmt noch ein Paradies mit weissen Sandstrände und glasklaren, blaugrünen Wasser. Heute ist es ein Party-Mekka, wo sich in der Nacht die Strände mit Neonlichter, Feuer, Alkohol-Buckets und vielen Leuten füllen und sich die Musik der verschiedenen Bars durchmischt. Klar die schönen Strände gibt es auch heute noch, die sind aber überfüllt mit Booten und Backpackern oder Partytouristen, die sich tagsüber am Strand oder „The Beach“ (bekannt vom Film) bräunen bis röten lassen. Es ist schwer zu sagen, wer mehr „photoshoped“ aussieht, die schönen Strände oder die durchtrainierten Körper der Touris. Aber auch auf Ko Phi Phi gibt es noch abgelegenere Orte. Wir genossen am letzten Tag eine Wanderung über den Hügel und durch den Dschungel an den Haad Laem Thong-Strand mit weissem Sand und glasklarem, blaugrünem Wasser. Erstaunlich wie ruhig, einsam und natürlich die Insel sein kann, nur wenige Kilometer vom Trubel entfernt. Die grüne Giftschlange, welche wir gesehen haben machte uns dann aber doch etwas Angst vor dem Rückweg.

 

Unser Insel-Hopping hat begonnen. Von Ko Phi Phi nahmen wir das Boot nach Ko Lanta. Diese Insel hat zwar immer noch viele Unterkünfte, ist aber auch grösser. Daher verteilt es sich besser und ist einiges ruhiger. Hier macht es wieder richtig Spass mit dem Scooter der Küste entlang zu fahren, sich vom kühlen Fahrtwind erfrischen zu lassen und von Zeit zu Zeit an einem der weissen Sandstrände mit glasklarem, blaugrünem Wasser zu stoppen.

Weiter ging es nach Koh Mook. Die Boote werden kleiner, die Touristen weniger aber ihr ahnt es, die weissen Sandstrände mit glasklarem, blaugrünem Wasser bleiben. Sie sind nun aber noch einsamer – same same, but different. Hier fühlt man sich immer noch wie im Paradies und der Tagesablauf ist auch bestimmt: „Baden, Essen, Schlafen, wiederholen“ – same same, but different.

 

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