Carnaval de Barranquilla

Karibikküste und Karneval in Kolumbien

Wir verbrachten vier Tage in Cartagena und waren fasziniert von der wunderschönen farbigen Kolonialstadt, dem reichen Angebot an verschiedenen Früchten, die man bei uns zum Teil gar nicht kennt, und der netten Bevölkerung. Und wenn es uns tagsüber zu warm wurde, setzen wir uns in ein Kaffee und amüsierten uns ab den vielen Touris-Gruppen, welche von den Kreuzfahrtschiffen die Altstadt fluten, sich von den Souvenirverkäufer alles möglich verkaufen lassen und ihrem Guide hinterher watscheln, der die Sehenswürdigkeit monoton wie ein Tonband abspult – da schätzen wir doch sehr, dass wir unser individuelles Tempo und Programm gehen können. Auch Abends läuft einiges und Cartagena hat auch kulinarisch einiges zu bieten.

Danach ging es weiter nach Taganga, einem Fischerdörfchen an der Karibikküste. Obwohl es bei den einheimischen sehr bekannt ist und viele davon schwärmen – wir konnten diesem Ort nicht viel schönes abgewinnen. Die Landschaft rundherum ist karg und trocken, der Strand überfüllt und das Dörfchen auch nicht spezielles. Der einzige Grund, der uns hier hielt, sind die wohl weltweit günstigsten Tarife für das PADI Advanced Open Water. So verbrachten wir die Tage in Taganga mit Theorie und fünf Tauchgängen. Auch die Unterwasserwelt konnte uns nicht überzeugen. Fotos gibt es deshalb von Tagange nicht viele – da war der Kauf des Thunfisches noch einer der Höhepunkte.

Barranquilla erlebt jedes Jahr zum Carnaval einen riesigen Ansturm. Millionen von Personen aus der ganzen Welt, aber vor allem aus Kolumbien und Südamerika wollen an dem zweitgrössten Carnaval der Welt (nach Rio) dabei sein. Zum Glück haben wir vor einigen Wochen noch ein AirBnB gefunden. Direkt nach der Ankunft nehmen uns unsere Hosts zusammen mit zwei Chileninnen mit an eine Party in einer Strasse. Überall wird getanzt, getrunken und gefeiert. Der Ablauf an den folgenden drei Tagen war jeweils identisch: Ausschlafen, die Paraden mitverfolgen und am Abend in einer Strasse an eine Party gehen. Egal ob die Gruppen an der Parade, die Zuschauer auf der Tribüne oder die ganze Bevölkerung an den Partys – wir staunen immer wieder neidisch wie die Latinos die Musik im Blut haben und von jung bis alt alle Tanzen können. Die Kolumbianer sind sehr offen und freundlich. Wir treffen viele neue Amigos, welche uns das Tanzen beibringen wollen. Nach einigen Bierchen und immer wieder einem Gläschen Aguardiente (Schnapps mit Anisgeschmack) können wir es zwar nicht besser, aber es fällt uns leichter.

An den Umzügen sind alle schön verkleidet, von traditionellen Trachten, farbigen Kostümen wie zum Beispiel der Symbolfigur Marimonda (der mit dem Rüssel) bis zu Verkleidungen mit weniger Stoff. Zum Glück haben wir Tickets für eine Tribüne wo man sitzen kann und Schatten hat, denn die Paraden dauern gut mal sechs Stunden. Während der ganzen Zeit ist es üblich, dass man sich mit Schaum besprüht oder sich Mehl ins Gesicht streicht. Natürlich blieben auch wir davon nicht verschont, hatten aber auch unseren Spass selber mitzumachen. Wir vermuten darin auch der Grund, dass die Basler Fasnacht erst später stattfinden kann – das Mehl, das hier zusammengewischt wird, wird sicher für die Mehlsuppe in die Schweiz importiert 🙂

 

14 Comments

  • Urs Thalmann 1. März 2017 at 7:37

    Und die Fasnacht in Luzern war doch rüüüüdiger. Und wie soll man dann bei diesen Temperaturen bitte sein Käfig-Zwätschge geniessen? Da waren die 14 Grad am Montag schon fast zu warm!

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  • Doris 1. März 2017 at 15:57

    Hauptsache, ihr habt Spass gehabt und viele neue Eindrücke gewonnen.

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  • Marcel 2. März 2017 at 7:40

    Genuss pur! Und jetzt Erholungszeit?

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    • André Maurer 3. März 2017 at 0:11

      Ja, jetzt erholen wir uns in Minca beim Wandern und Biken.

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  • dänu 6. März 2017 at 10:21

    die fotos vom carneval hat bestimmt andré geschossen, man sieht fast nur leicht bekleidete damen.

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    • Melanie Maurer 6. März 2017 at 19:45

      Nein, das musste ich übernehmen, er war zu sehr abgelenkt 😉

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    • André Maurer 6. März 2017 at 22:17

      Die Bilder, welche ich machte, wurden zensuriert 🙂

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      • Röschu 7. März 2017 at 14:52

        André, auf http://www.mycordonbleu.com hast du die volle Freiheit bezüglich Upload von Bildern. 😉

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        • André Maurer 8. März 2017 at 21:49

          s’git no en sélection cordonbleu 😉

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  • Müller Christel 15. März 2017 at 9:57

    Hallo, ihr Beiden
    So interessant und farbig und lebendig, was ihr alles so erlebt! Ein bisschen beneide ich euch, aber selbst hätte ich wahrscheinlich nie so etwas gewagt. Ich wünsche euch weiterhin eine herrliche Reise und viele schöne Begegnungen. Herrliche Frühlingssonnengrüsse aus Meggen. Christel

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  • Wolfram 23. März 2017 at 7:32

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag wünschen dir die Kollegen aus der Helsana. Viel Spass beim Feiern.

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    • André Maurer 23. März 2017 at 19:40

      Hallo zäme. Vielen Dank für die Glückwünsche und liebe Grüsse aus San Gil.

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  • Natur pur in Minca - ITCHY FEET 23. März 2017 at 19:02

    […] den „ungesunden“ Tagen am Carnaval von Barranquilla (siehe Bericht), wollten wir unseren Körpern wieder etwas Gutes tun. Dies machten wir, in dem wir drei Tag in das […]

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  • Natur pur in Minca - ITCHY FEET 23. März 2017 at 19:09

    […] den „ungesunden“ Tagen am Carnaval von Barranquilla (siehe Bericht), wollten wir unseren Körpern wieder etwas Gutes tun. Dies machten wir, in dem wir drei Tag in das […]

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