Natur pur in Minca

Nach den „ungesunden“ Tagen am Carnaval von Barranquilla (siehe Bericht), wollten wir unseren Körpern wieder etwas Gutes tun. Dies machten wir, in dem wir drei Tag in das Hinterland der Küstenregion, in die Berge der Sierra Nevada de Santa Marta, reisten. Minca ist ein kleines Dorf mit mindestens so vielen Touristen wie Einwohnern und sicher nochmals doppelt so vielen Hunden. Diese Hunde bellten jede Nacht so laut, dass wir kaum durchschlafen konnten. Rund um Minca gibt es viele Wasserfälle und Kaffee-Farmen. Am ersten Tag wanderten wir zum Wasserfall Marinka wo es ein erfrischendes Bad gab. Die Luft-Temperatur war nämlich, nicht wie in den meisten Reiseführern angekündigt, kühler als an der Küste, sondern ähnlich heiss. Danach fühlten uns wieder so frisch, dass wir beschlossen noch auf den Hügel hinauf zu laufen. Die Touristen, welche entgegen kamen fragten alle völlig erschöpft wie lange es noch zum Wasserfall geht und ob wir wirklich noch bis nach oben gehen wollen. Die Wanderung führte durch Kaffeeplantagen und durch den Wald an kleinen Farmen vorbei hoch bis zum Aussichtspunkt. Es war ein schöner schmaler Pfad, eigentlich genau richtig für einen Bike-Downhill. Nach vier Stunden waren wir oben angekommen und erholten uns in der Hängematte des Casa Elemento. Das ist ein Hostel weit oben mit, einer riesigen Hängematte und einer tollen Aussicht bis auf den Atlantik – wirklich lohnenswert. Man könnte auch mit Motorrad-Taxis hoch und herunter fahren. Wir fühlten uns aber wieder so stark, dass wir den Weg über die Schotterstrasse hinunter bis nach Minca liefen.

Am zweiten Tag mietete ich ein Mountain-Bike. Unterwegs machte ich einen halt, wo ich Melanie traf und wir noch einen weiteren Wasserfall besuchten. Danach ging es weiter. Bis zum Cerro Kennedy (2’866 m.ü.M.), schaffte ich es nicht, denn schliesslich wollte ich noch den Trail, welchen wir am Tag zuvor hochgelaufen sind, runter fahren. Dieser war technisch doch sehr anspruchsvoll aber das meiste war fahrbar.

Nach diesen Tagen in der Natur hiess es Abschied nehmen, nicht nur von Minca sondern auch von Melanie. Denn für die nächsten zwei Wochen trennten wir uns auf. Melanie reiste nach Medellin und ich zurück nach Cartagena. Wir machten unsere Sprachkurse absichtlich an zwei verschiedenen Orten, damit wir in der Freizeit nicht Schweizerdeutsch reden und somit mehr lernen.

3 Comments

  • Santina 24. März 2017 at 15:08

    Coole Bilder wie immer ! Enjoy!!!

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  • Rudy 24. März 2017 at 21:26

    Die Landschaft sieht tool aus. Und ihr auch! Geniesst jede Sekunde.

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    • Melanie Maurer 24. März 2017 at 22:05

      Ganz ohne Fotoshop 😉

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