Kulinarisches aus Chile

Chile hat durch seine lange sowie der zwar schmalen, aber geografisch sehr unterschiedlichen, Form viel zu bieten. Da wir nicht ganz Chile besuchten beschränken sich auch unsere kulinarischen Erfahrungen auf die Regionen Santiago de Chile, Valparaiso sowie die Osterinsel. Chile ist bekannt für den Wein. Typische Trauben sind Carménère, Merlot, Cabernet Sauvignon, Sauvignon Blanc, Chardonnay. Wir besuchten zwei Weingüter, verkosteten verschiedene Weine in einer Weinbar (siehe Bericht) und probierten auch sonst ab und zu chilenischen Wein zu den Gerichten, welche wir selber kochten. Die waren alle sehr fein und wir können nicht verstehen, wieso die Chilenen aus dem feinen Wein ein Getränk namens Jote machen, wo sie Rotwein mit Coca-Cola mischen. Da sind uns zur Abwechslung andere Getränke lieber. Zum Beispiel ein auf den Osterinseln gebrautes Pale-Ale, ein Pisco-Sour (schmeckt gleich wie in Peru, auch wenn beide Länder behaupten sie hätten den Pisco erfunden) oder ein Terremoto. Terremoto bedeutet Erdbeben und ist ein Drink aus Weisswein, Fernet und einer Kugel Ananas-Glace. Speziell ist auch die Kaffee-Kultur in Santiago, nicht weil sie so guten Kaffee haben sondern viel mehr wegen den Lokalen. In den sogenannten „Cafe con piernas“ (dt. Kaffee mit Beinen) wird der Kaffee von jungen Damen in High Heels und im Minirock serviert (Bericht in Zeit Online).

Nicht nur bei den Drinks lieben es die Chilenen süss, auch die zahlreichen Gebäcke sind sehr süss. Hier hat sich auch der deutsche Begriff Kuchen etabliert.

Fresia kochte uns einige leckere Spezialitäten:

  • Casuela ist geschmortes Fleisch (Poulet oder Rind) mit gekochten Kartoffeln, Maiskolben, Kürbis und anderem Gemüse.
  • Carbonada hat nichts mit Carbonara zu tun sondern ist ein Eintopf aus Reis, Kartoffeln, gehacktem Fleisch, Zwiebeln, Rüebli etc.

Am meisten schätzten wir aber die vielen frischen Esswaren aus dem Meer und gegenüber anderen Südamerikanischen Ländern gab es in Chile neben Fischen und Krustentieren auch sehr feine Muscheln. Bei den Fischen schmeckte der Congrio (Meeraal), Merluza (Seehecht) oder Lachs auf dem Festland sowie der Thunfisch und Poi Poi auf der Osterinsel sehr gut. Die mit Parmesan überbackenen Muscheln oder die Austern waren ebenfalls super gut, genau so wie die Fischsuppe. Einfach toll wenn man ein Meer in der Nähe hat.

Zu den bekannten Südamerikanischen Speisen:

  • Auch in Chile mussten wir nicht auf unsere Avocados verzichten. Als neue Sorte probierten wir die Palta Negra. Zum Glück ist nur die Schale schwarz.
  • Auch Empanadas gab es weiterhin und zwar in vielen Formen. Ob gebacken oder frittiert; mit Käse, Fleisch (Empanada de Pino), oder Meeresfrüchten.

Ich hätte noch viel mehr auf der Liste, was ich probieren wollte – ein weiterer Grund um nach Chile zurück zu kommen.

In der Zeit in Chile hatten wir immer eine Unterkunft mit Küche. Das nützten wir natürlich aus und kochten viel selber. Vor allem bei Fresia zu Hause konnten wir wieder einmal den Vorteil eines Ofens nutzen. Das war auf unserer bisherigen Reise eher selten, denn wenn es einmal einen Ofen hatte, war er fast immer defekt. So backten wir Zopf und kochten Lasagne und Fisch in der Alufolie im Ofen. Bei Fresia kamen wir auch in den Genuss von feinen Schweizer Produkten, welche wir vermisst hatten: Es gab wieder einmal Caotina, rezenten Käse, Schweizer Schokolade und sogar ein Raclette.

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