Kulinarisches aus Bhutan

Bhutan’s Hauptzutat beim Kochen ist Chilli. Dies wird hier wie Gemüse verwendet und auf jedem Hausdach getrocknet. Zum Glück konnten wir uns in den Tagen zuvor in Delhi an das scharfe Essen gewöhnen. So waren die eher noch schärferen bhutanesischen Chilli-Speisen für uns gut erträglich. Das Nationalgericht in Bhutan ist Chilli an Käsesauce (Ema Datse). Dazu etwas roter Reis, was ebenfalls eine Landesspezialität ist. Die Chilli mit Käsesauce wurde schnell auch zu unserer Lieblingsspeise. Wir bevorzugten es so, wie es die Einheimischen essen und nicht die mildere Touristen-Variante, wie es in einigen Restaurants serviert wird. Auch Kartoffeln mit Käsesauce schmeckte uns sehr gut, es ist ein wenig mit Kartoffelgratin zu vergleichen, aber natürlich mit Chilli drin.

In vielen Restaurants gibt es ein Buffet. In Reiseblogs und -führern lasen wir, dass das Essen eher eintönig ist, und an jedem Buffet dasselbe serviert ist. Wir verdanken es unserem Guide, der schaute, dass auch Buffet-Restaurants immer wieder andere Speisen kochten.

In Bhutan wird vor allem das gegessen, was auch dort wächst. Das sind primär: Chilli, Reis, Kartoffeln, Erbsen, Karotten, Broccoli, Blumenkohl, Rettich, Kohl und Pilze. Beim einheimischen Gemüse muss nicht angeschrieben werden, wenn etwas Bio ist, denn schon vom Gesetz her darf in Bhutan nur biologisch angepflanzt werden.

Auch Tiere werden gehalten. Die Hühner liefern Eier und aus der Kuhmilch wird viel Käse gemacht. Meistens Frischkäse oder getrockneter Käse (mit Ausnahme vom Schweizerkäse von Fritz Maurer, siehe Bericht Bhutan). Den Trockenkäse, nannten wir Ketteli-Käse da die kleinen, harten Käsestückchen an einer Kette aufgezogen sind. Unser Führer hat uns einmal eine Kette geschenkt, allerdings hat niemand von uns auch nur ein Stück fertig essen können. Der Bhuddistische Glaube wie auch das Bhutanesische Gesetz verbietet das töten von Tieren. Das hält die Bhutanesen aber nicht davon ab, Tierfleisch zu essen. Das Fleisch wird halt einfach von Indien oder China importiert oder man wartet, bis ein Tier von Natur aus stirbt und zerlegt es dann dort wo es gerade gestorben ist, wie z.B. das Yak, welches vor unseren Augen am Strassenrand auf dem Pass ausgenommen wurde. Häufig wird getrocknetes Fleisch gekocht. Kaum ein Fleischgericht konnte uns richtig überzeugen, wir bleiben lieber beim Chilli mit Käse.

Vom Tourenveranstalter wurden wir zu einem traditionellen Essen eingeladen. Alles wurde in Holzschalen serviert. Neben den bereits erwähnten Speisen gab es dort frittierte schwarze Wacholderblüten, etwas super feines. Der dazu gereichte Wein, welcher erwärmt und mit Eiweiss aufgeschlagen wurde, gehört hingegen nicht zu unseren Favoriten. Das heisst aber nicht, dass die Buthanesen kein Wein produzieren können. Der Raven (Shiraz) ist ein einfacher, aber guter Rotwein. Auch Bier wird in Bhutan gebraut. Neben dem Weissbier (Red Panda) vom Schweizer Fritz Maurer, haben wir das Druk 11000 getrunken und beide haben uns geschmeckt.

 

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